| Zünftige Feier vor der schweißtreibenden Ernte |
| Viele befreundete Gruppen
kommen zum Kronenfest der Siebenbürgischen Volkstanzgruppe |
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HERZOGENAURACH. „Tiefen überstehen – Brücken bauen“, unter diesem Motto
lud die Siebenbürgische Volkstanzgruppe Herzogenaurach am Sonntag zum
sechsten Mal zu ihrem Kronenfest in den Weihersbach ein.
Beim Kronenfest feierten die Bauern und ihre Knechte vor der schweißtreibenden Ernte noch einmal zünftig. Mit dem farbenprächtigen Einzug der teilnehmenden Gruppen aus Nah und Fern begann um 14 Uhr das Fest offiziell. Von Seiten der Siebenbürger war die stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Siebenbürger Schwaben und Öffentlichkeitsreferentin der Landsgruppe Bayern, Doris Hutter, die Vorsitzende der Kreisgruppe Nürnberg/Fürth/Erlangen der Siebenbürger Sachsen, Inge Alzner, sowie weitere Vorstandsmitglieder dementsprechender Institutionen anwesend. Nachdem sich die Gruppen, die weiteste war aus Wolfsburg angereist, um den Kronenbaum versammelt hatten, begrüßte der Vorsitzende des veranstaltenden Vereines der Siebenbürgischen Volkstanzgruppe Herzogenaurach, Gerhard Berner, die Teilnehmer sowie die Ehrengäste auf das Herzlichste. Nach den Grußworten folgte der Höhepunkt des Kronenfestes, das Erklimmen des Kronenbaumes. Die Krone des Baumes steht dabei als Sinnbild der Sonne, welche um diese Zeit am höchsten steht. Zugleich ist sie Sinnbild des Wachsens und Reifens, was durch den Blumenschmuck ausgedrückt wird. Der Knecht, welcher den Baum erklimmt, früher war es der älteste unverheiratete Knecht, durfte sich oben in der Krone mit einem Schluck Wein stärken, bevor er seine Ansprache hielt. Für die Kinder wurden aus der Krone Süßigkeiten geworfen. Nachdem der Knecht seinen Baum wieder verlassen hatte, war durch ihn der Tanz eröffnet. Bereits zum dritten Mal kam die Ehre, den Kronenbaum zu erklimmen, Matthias Berner zu. In seiner Rede bat der Altknecht um gutes Wetter und eine reichliche Ernte. Auch er warf den Kindern reichlich Süßigkeiten zu und eröffnete mit seiner Partnerin Eveline Römer den Tanz. Bevor eine kurze Pause folgte, wurde gemeinsam das Siebenbürgerlied und im Anschluss das Deutschlandlied gesungen. Nach der Pause zeigten alle teilnehmenden Gruppen auf der Bühne im
Weihersbach mit Tanzvorführungen ihr Können. Zur Kaffeezeit mussten die
Gäste vor dem Pavillon, wo es die berühmten Baumstriezel gab, in langen
Schlangen sehr lange auf die süße Spezialität warten. RK |